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Bayern steigt aus dem Nationalen Bildungsrat aus

Mit Bedauern nehmen wir den Ausstieg zur Kenntnis.

Trotz Bildungsföderalismus sind nationale Gremien wichtig, um gemeinsame Anliegen im Sinne der Schulgemeinschaft zu bearbeiten.

Die Bundesländer haben unterschiedliche Systeme und auch Ferienzeiten.
So kommt es bei Umzügen von Eltern mit schulpflichtigen Kindern auch zum Wechsel in ein anderes Schulsystem. Verschiedene Lehrpläne, Leistungsniveaus und Ferienzeiten erschweren einen reibungslosen Übergang für Schülerinnen und Schüler. Solche Übergänge müssen geregelt sein. National. Der nationale Bildungsrat hätte die Chance dazu geboten. Leider erweist er sich bis dato als zahnloser Tiger, der nur auf dem Papier besteht.

Wir setzen unsere Hoffnung nun wieder alleine auf die Kultusministerkonferenz der Länder. Hier ist der richtige Ort, um die Schnittstellenproblematik konstruktiv anzugehen.
Wir fordern daher eine priorisierte Agenda der KMK, die das Thema vorrangig aufgreift. Freizügigkeit betrifft eben auch das Bildungswesen. Die Kultusminister der Länder sind aufgerufen, für Schülerinnen und Schülern und damit auch für die Eltern, ein Modell für den schulischen Übergang zwischen den Bundesländern vorzulegen.

Es kann nicht angehen, dass die Bildungsqualität in Deutschland leidet, weil organisatorische Probleme ignoriert werden. Unsere Schülerinnen und Schüler die aus anderen Bundesländern nach Nürnberg kommen, sollen an ihren neuen Schulen keinen Nachteil durch den Wechsel haben. Wir brauchen zielgruppenorientierte Steuerung und Förderung, damit der Wechsel gelingt.

Gerlinde Mathes
Nürnberger Elternverband NEV e.V.

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