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Gefahren in Onlinespielen

Gefahren durch rechtsextreme Chatrooms in Onlinespielen für Kinder und Jugendliche häufig unterschätzt.

Digitale Welten sind aus den Kinderzimmern nicht mehr wegzudenken. Irgendwann erwischt es alle Eltern. Kinder und Jugendliche von Spielekonsolen, Handys und Co. fernzuhalten klappt nur bedingt und bis zu einem gewissen Alter.

Wenn Kinder zu Hause keinen Computerzugang haben, keine Spielekonsole und kein Handy besitzen, dann bestimmt der Freund oder die Freundin in der Nachbarschaft. Und hier haben Eltern erst recht keinen Überblick über die Spiele, die auch online gespielt werden.

Ein Spiel für mehrere Spieler macht Spaß und ist eine Herausforderung. Beliebt bei Jugendlichen ist zum Beispiel das Spiel „Goodgames Empire“, in dem mehrere Spieler Burgen bauen, ganze Königreiche errichten und auch gegeneinander agieren. Ein kurzweiliges Multiplayer Strategiespiel für mit Chatroomfunktion.

Und das ist der Haken. In dem Spiel, geschweige denn in den Chatrooms werden die Inhalte kontrolliert. Rechtsextreme Namen kommen im Spiel vor und können so in den normalen Sprachgebrauch der Kinder und Jugendlichen übergehen.

Die Chatrooms wimmeln von rechtsextremen, sexistischen und rassistischen Parolen und Äußerungen. Die Möglichkeit Spieler auszuschließen besteht zwar, doch werden die Anbieter erst bei Beschwerden aktiv. So kann kaum festgestellt werden wie viele fragwürdige Menschen in den Onlinespielen unterwegs sind. Welche Kinder und Jugendlichen beschweren sich schon beim Anbieter ihres Lieblingsspiels?

Digitale Bildung kann nicht alleine von schulischen Einrichtungen übernommen werden, sondern obliegt den Eltern in nicht geringem Umfang.

Eltern müssen darauf frühzeitig reagieren. Kinder und Jugendliche müssen den Umgang mit den neuen Medien lernen. Sie sind zwar technisch häufig versierter als Erwachsene, doch sie können die Gefahren kaum einschätzen. Diese reichen von Pädophilen bis zu Rechtsextremen. Eltern sollten ihre Kinder regelmäßig nach Auffälligkeiten in den Spielen fragen, aufklären, sich für die Spiele interessieren und mit den Kindern und Jugendlichen in Kommunikation bleiben. Vor allem müssen Eltern sich bewusst sein, dass sie Vorbild sind und ihre Sprache, ihr Handeln und ihre Aussagen meist von den eigenen Kindern übernommen werden. Und selbstverständlich täglich eine offene, höfliche und tolerante Haltung gegenüber allen Menschen zeigen.

Schon im Jahr 2014 machte das „Netz gegen Nazis“ auf das Problem aufmerksam. Von offizieller Seite ist bisher nicht viel geschehen. Grund genug erneut darauf aufmerksam zu machen.

Auch der Spieleratgeber-nrw.de hat sich aufgrund eines Artikels der „Belltower News“ mit diesem Thema auseinander gesetzt.

Beide Artikel finden Sie in den unten angegebenen Links.

https://www.spieleratgeber-nrw.de/Rechtsextremismus-in-Onlinegames.3811.de.1.html

http://www.belltower.news/artikel/hate-speech-online-spielen-9267

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